Vom Dazu Gehören und BIN ich wirklich normal?

Es ist der 2. November, und wir starten in eine neue Woche. Der Merkur kommt grad aus seiner rückläufigen Phase heraus und es fühlt sich für mich nun endlich wieder so an, als würde es ein bisschen voran gehen. Obwohl, hey eigentlich startet heute auch der bundesweite Lockdown, morgen wird in den USA gewählt und das fühlt sich tatsächlich auch schon wieder nach einer neuen Aufgabe und Herausforderung an, oder, was meint ihr?

Ich erinnere mich noch sehr gut an den ersten Lockdown im März/April, wo es sich auch so angefühlt hat, als müssten wir alle unser Leben erst mal komplett neu sortieren und gleichzeitig haben wir doch sicher auch alle irgendwo gehofft, dass dieser „komische Film", der da grad abläuft, einfach ganz schnell wieder vorbei ist. Aber der Virus hält die Welt weiterhin in seinem Bann, ganze Familien und Freundschaften hat er schon zerstritten und eine unaufhaltsame globale Radikalität und Polarität liegt in der Luft.


Viele Menschen tun ihre Meinung laut kund ergreifen Position, andere wiederum ziehen sich komplett zurück und wieder andere ignorieren vielleicht einfach auch mal gerne was ist.


Als Yogi und Ayurvedi, habe ich nun gelernt, dass das was im Außen passiert, auf irgend eine Art und Weise in Wirklichkeit unseres Inneres wider spiegelt.

Und so geht es aktuell nicht nur im Außen oder in der Gesellschaft darum, auf welcher Seite wir denn nun stehen, sondern wie so oft geht es vermutlich auch darum. ....


Wo gehöre ich eigentlich hin mit mir selbst? Auf welcher Seite stehe ich gerade mit mir in meinem Leben? Wie sehr bin ich ich mit mir zufrieden? Bin ich auf dem richtigen Weg? Und ist dieser Weg denn auch geduldet? Bin ich normal oder komisch, wenn ich so denke wie ich denke und fühle ???


Weiß du, was meine größte und gleichzeitig wichtigste Erkenntnis und Botschaft ist, aus den letzten Jahren meiner Arbeit und dem Studium des femininen Ayurveda und der Frauengesundheit?


" Normal gibt es nicht" ! In jedem super wichtigen Bereich unseres Frau sein, halten wir alte und verstaubte und teilweise wirklich lumpige, so krass selbst-sabotierende Glaubenssätze !! Und glaube mir, ich habe in den letzten 2 Jahren, von Sex über Yoni Self-Care, Menstruation, Menopause, Ernährung, Selbstliebe, Selbstverwirklichung, Partnerschaft, Familie, Geburt, Schwangerschaft, bis hin zum Finden und Leben des Dharmas

(dein persönlicher Lebenszweck) wirklich alles bis in die Tiefe beleuchten dürfen.

Wir denken es ist normal, dass Sex irgendwie so abläuft, wie er es halt tut. Am Anfang mehr, dann weniger, dann vielleicht gar nicht mehr. Lust, wie bitte, war das nochmal??

. .. Wir denken, es ist normal, dass wir unseren Zyklus nicht mögen, Schmerzen haben, Unregelmäßigkeiten erleben, zu viel oder zu wenig Blut fließt etc. ,.

Über die Verdauung redet sowieso keiner, weil es ja auch normal ist, dass die halt mal nicht so läuft und dann ist das auch nicht weiter schlimm, wenn da mal Unregelmäßigkeiten sind. Wir denken, es ist normal, dass wir müde sind, trockene Haut haben im Herbst, mal hier und da nicht so fit sind, ständig erkältet oder uns über den Partner ärgern, frustriert sind mit unserem Haushalt, unserem Job, unseren Kindern, unserer Rolle als Frau. Und und und…

Wir denken es ist normal und gleichzeitig, fühlen wir uns mit so vielen Aspekten von uns selbst, eben nicht "NORMAL" und denken, dass wir komisch sind, wenn wir so fühlen wie wir fühlen und eben nicht denken, wie die anderen.


Dabei wissen wir oft gar nicht so wirklich genau, was die anderen denken und fühlen, denn wenn wir uns unterhalten, dann lieber über Corona oder das Wetter oder wir verfallen in lauten Aktionismus, Verdrängung und Ähnliches..

Es ist ein evolutionsbiologischer Mechanismus, der tief in unserem Nervensystem verankert ist. Denn früher garantierte uns der Stamm, Sicherheit und Schutz und war somit für unsere Vorfahren die einzige Möglichkeit länger zu leben und bzw. zu Über-Leben.

Steve Hoskinson (Organic Intelligence), von dem ich viel lernen durfte, erklärt, was für weitgreifende drastische Folgen es haben kann, wenn wir uns abgeschnitten von unserem Stamm fühlen, aka eben NICHT dazu gehören, bzw. nicht normal sind.


Unser Nervensystem flippt aus und kann damit nicht umgehen, wenn uns die Grundsicherheit des Stammes fehlt, es versucht dann permanent sich neu zu orientieren. Und auch, wenn wir persönlich ja immer denken, dass wir alles unter Kontrolle haben, so ist es leider so, dass unser Nervensystem tatsächlich im Hintergrund so ziemlich die Show schmeißt und unser Unterbewusstsein und somit unser Muster, noch viel mehr steuert als wir aktuell denken und wissen.

Du denkst, dir jetzt vielleicht, ja ok und was bedeutet das jetzt konkret? Wie schwer fällt es dir denn sich wirklich auf etwas einzulassen, egal ob Job, Partner oder auch Verpflichtungen? Einem anderen Menschen oder einer Sache zu vertrauen?

Oder länger als 5 Minuten an einer Sache dran zu bleiben, ohne sofort aufzugeben und alles im nächsten Moment in Frage zu stellen? Wie oft hast du etwas angefangen um es dann bei der ersten Hürde nicht mehr weiter zu verfolgen?? Wie lange bist du schon auf der Suche ? Ohne wirklich angekommen zu sein ???

Unter uns: Mal ganz ehrlich, hast du jemals aufgehört auf der Suche zu sein :) ???

Wir müssen uns also "zugehörig und normal" fühlen, damit unser Nervensystem aufhört uns ständig weiter auf die Suche zu schicken, so ungefähr könnte man es ausdrücken.


Es ist wichtig, irgendwo dazu zu gehören, und das erreichen wir, wie so oft nicht im Außen, sondern in dem wir uns selbst besser kennen lernen und studieren.

Man könnte auch sagen, in dem wir unser Nervensystem besser verstehen und uns mit ihm und seinen unbewussten Mustern und tief sitzenden Prägungen anfreunden.

Was so viel heißt wie: Lass uns alle unlieben, verdrängten und manchmal ganz stillen Aspekte, als auch die vorlauten drängenden Aspekte unseres Selbst akzeptieren, in den Arm nehmen und sie ( wieder) nach Hause bringen.


Brene Brown sagt das in ihrem Buch " Into the wild" so schön:

"Wenn wir uns wirklich zugehörig fühlen wollen, dann müssen wir an uns selbst so sehr glauben und so sehr zu uns selbst gehören, dass wir eine Art Heiligkeit darin finden, ein Teil von etwas zu sein, aber auch allein zu sein, wenn es notwendig ist."Wirkliches dazugehören ist nicht irgendetwas, das wir mit anderen verhandeln oder nur durch sie erreichen; es ist eine tägliche Übung die Integrität und Authentizität verlangt. Es ist eine persönliche Verpflichtung, die wir in unseren Herzen tragen.

Aber in einer Zeit und Kultur, in der Perfektionismus und das Gefallen-Wollen beherrschend sind und in der auch die Menschlichkeit abhanden kommt, ist es so leicht den Mund zu halten, uns in unseren ideologischen Bunkern zu verschanzen oder uns einfach anzupassen, statt als unser wahres Ich aufzutreten um damit die Wildnis der Unsicherheit und der Kritik zu bezwingen."


Ich kann dem eigentlich gar nicht so viel hinzu fügen, denn das sagt in meinen Augen schon ALLES worum es mir in diese Zeit geht, aber was ich sagen kann ist, wenn du auch Lust hast diese Mythen und Glaubenssätze für dich aufzulösen, dein Nervensystem zu rekalibrieren und dich mit deinen wirklichen Themen zu beschäftigen, dann komm und schließ dich dem Soul Glow Veda Tribe. Hier reden wir über den REAL SHI... und tauschen uns aus und haben uns lieb. Und ich habe sowas von Lust drauf ein neues "NORMAL " mit dir gemeinsam für dich zu definieren 🙏🏻


by Claudia Huber

Soul Glow Veda

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